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Mineralguss

Mineralguss ist ein Werkstoff, der aus mineralischen Füllstoffen wie Quarzkies, Quarzsand und Gesteinsmehl und einem geringen Anteil Acrylharz als Bindmittel besteht. Das Material wird gemischt und je nach Fertigungsverfahren als homogene Masse kalt oder warm in Gießformen aus Holz, Stahl oder Kunststoff vergossen. Während des Gießvorgangs wird die Gießform gerüttelt, um das Gemisch zu verdichten und zu entlüften. Nach wenigen Stunden kann das Teil entformt werden & ist montagefertig. Der Werkstoff ist auch bekannt unter der Bezeichnung Polymerbeton oder Reaktionsharzbeton; im Englischen ist die Bezeichnung „Mineral Casting“. Das Fertigungsverfahren zur Herstellung von Mineralguss heißt dem Werkstoff entsprechend ebenfalls Mineralgussverfahren.

Mineralguss dauerbeständig wie ein Granit…

Die äußerst beständigen Materialeigenschaften, welche vergleichbar mit einem Naturstein wie Granit sind, machen das Mineralgussverfahren zu einer Möglichkeit bei Anwendungen im Anlagenbau oder im Hochbausegment wenn es darum geht langlebige dauerbeständige Produkte herzustellen, welche extremen äußeren Einflüssen bestehen müssen. Beständigkeit gegenüber chemisch – aggressiven Flüssigkeiten (wie Gülle oder Gärreste) ist gerade im landwirtschaftlichen Anlagenbau ein Auswahlkriterium und kommt immer häufiger zum Einsatz, da durch das Mineralgussverfahren und die verwendeten Materialien Wartungsintervalle und Instandsetzungsarbeiten als Kostenstellen weiter reduziert werden können. Die Wasserundurchlässigkeit kommt dem dauerhaften Einsatz von Plattenelementen aus Mineralguss weiter entgegen und macht gerade den ganzjährigen Einsatz im Außenbereich sehr Lohnenswert.

Mineralguss Prüfkörper
Mineralguss Prüfkörper

 

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PMMA

Polymethylmethacrylat

(Kurzzeichen PMMA, umgangssprachlich Acrylglas oder Plexiglas) ist ein synthetischer, glasähnlicher thermoplastischer Kunststoff.

 

 

 

Polymerbeton

Polymerbetone (engl. polymer concrete) enthalten im Gegensatz zum normalen Beton ein Polymer (Kunststoff) als Bindemittel, das die Gesteinskörnung (Zuschlag) zusammenhält. Zement wird im Polymerbeton, wenn überhaupt, nur als Füllstoff, also als Erweiterung der Gesteinskörnung in den Feinstkornbereich hinein eingesetzt und übernimmt keine Bindewirkung. Polymerbetone werden hauptsächlich in der Sanierung bestehender Bauteile benutzt. Durch die geringen Topfzeiten (Erhärtungszeiten) der Polymere von unter einem Tag können bei Straßen und Brücken lange Sperrzeiten vermieden werden.

Die am meisten verbreitete Polymermatrix für Polymerbeton ist ungesättigtes Polyesterharz (UP-Harz). Durch Mischen verschiedener Körnungen werden Füllgrade bis über 90 % (m/m) erreicht. Die in Deutschland wichtigsten Anwendungen sind Rohre und Rinnensysteme, die komplett aus Polymerbeton gegossen werden. Polymerbeton hat in seinem Anwendungsbereich deutlich bessere mechanische und chemische Eigenschaften als Zement-Beton. Die Gelierzeit (oder kurz: Gelzeit) dieser Harze kann durch die Menge der verwendeten Katalysatoren (meist Kobaltsalze) und Härter (meist Methylethylketonperoxyd) individuell eingestellt werden.

Polymerbeton Probekörper | mineralit GmbH

Anwendungsgebiete von Polymerbeton

Polymerbeton (auch Mineralguss genannt) findet auch eine breite Anwendung bei der Herstellung von Maschinengestellen. Durch seine sehr guten schwingungsdämpfenden Eigenschaften können große Genauigkeiten bei Dreh- oder Fräsmaschinen erreicht werden.

So werden auch zukünftige Anwendungsgebiete eine immer bedeutendere Rolle spielen, z. B. beim Hochwasserschutz oder bei Kolkschutzanlagen im Offshorebereich, durch die herausragenden Werkstoffeigenschaften und besonders durch seine Beständigkeit im Dauerbelastungsbereich, eignet sich Polymerbeton hervorragend als Material der Stunde um langfristige Projekte mit der nötigen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit umzusetzen.

Im Laufe der langjährigen Anwendungserfahrung im Hochbaubereich und Profilbau kann die Firma Mineralit – Mineralgusswerk Laage GmbH auf zahlreiche Referenzen und Forschungsprojekte zur Effektivität des Werkstoffs verweisen, um mit Sicherheit sagen zu können, dass der Werkstoff in seinen Eigenschaften im Bezug auf Festigkeit und Beständigkeit vergleichbar ist mit dem eines Natursteins wie Granit und im Bezug auf seine Anpassbarkeit und Individualität durch sein Herstellungsverfahren sogut wie keine Grenzen gesetzt werden und Polymerbeton in annähernd jede gewünschte Form gebracht werden kann ohne dabei seine Materialeigenschaften zu verlieren.

weitere Informationen zu den Werkstoffeigenschaften von Polymerbeton:

Übersicht Beständigkeit von Polymerbeton

VHF Platten

VHF (Vorgehängte hintergelüftete Fassaden) Platten bezeichnet man im Bauwesen eine mehrschichtige, geschlossene Außenwandkonstruktion beziehungsweise Fassaden.

Der Begriff vorgehängte Fassade (engl.: rainscreen cladding) ist nicht mit dem der Vorhangfassade (engl.: curtain wall) zu verwechseln. Eine vorgehängte Fassade ist in der Regel erheblich teurer als andere Außenwandkonstruktionen wie zum Beispiel Wärmedämmverbundsysteme. Andererseits bietet die Trennung von Wärmedämmung und Wetterschutz Vorteile bei der Ausführung und den Gestaltungsmöglichkeiten.

Skizze VHF Platten

Wärmebrücken

Wärmebrücken entstehen an Gebäuden zwischen verschiedenen Bauteilen wie z.B. der Hausfassade und einem angeschlossenen Balkon in denen die Wärme oder Kälte schneller nach außen oder innen transportiert wird. Meist hat dies negative Folgen für den Heizwert und die Energieeffizienz eines Hauses, was nach aktueller ENEV14 bereits gesetzlich geregelt wurde und bestimmte Rahmenbedingungen erfüllen sollte. Sei es für die Energiebilanz des Hauses selber oder der Wert eines Objektes.
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen konstruktiven und geometrischen Wärmebrücken, im Fall unserer Produkte soll in dieser Erklärung lediglich auf konstruktive Wärmebrücken näher eingegangen werden.
Konstruktive Wärmebrücken entstehen, wenn konstruktive Zwänge vorliegen oder ein Materialwechsel in der Bauteilebene vorliegt, so treten vorrangig in der Heizperiode erhöhte Wärmeabflüsse auf, die beim Übergang von einem Material ins andere und der damit verbundenen unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeit ihre Ursache haben. Somit ist es von enormer Bedeutung außenliegende Gebäudeteile vom Haus zu entkoppeln um mögliche Wärmeverluste zu vermeiden. Gerade bei der Planung eines Hauses ist es wichtig sich von Anfang an Gedanken zu machen, über eventuelle zusätzliche Baumaßnahmen die den Wohnwert eines Hauses steigern sollen, wie z.B. der nachträgliche Anbau eines Balkons. Ähnlich verhält es sich mit der Sanierung vorhandener Gebäude, so kann z.B. zur energetischen Sanierung eines Objekt der ursprünglich vorhanden Balkon entfernt werden und durch einen vorgestellten, punktuell befestigten Balkon ein besserer Energiewert erreicht werden und ganz bewusst Wärmebrücken vermieden werden.